Der Watarrka-Nationalpark in Australien

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es im Watarrka-Nationalpark?


© Albinfo
George Gill Range mit Kings Canyon im Watarrka-Nationalpark
Der 72.000 Hektar große Watarrka-Nationalpark im Northern Territory befindet sich etwa 330 Kilometer westlich von Alice Springs, das nicht nur der einzig größere Ort nahe des geographischen Zentrums Australiens ist, sondern gleichzeitig auch die inoffizielle Hauptstadt sowie das strukturelle Tor zum australischen Outback bildet. Ein wichtiger Faktor dieser Gegend ist zweifelsohne der Tourismus, der vor allem aufgrund des weltbekannten Ayers Rock und der populären Berggruppe Kata Tjuta in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebte. Allerdings dürfte sich der Watarrka-Nationalpark für einen Abenteuerurlaub wesentlich eher eignen, da er im Gegensatz zu den schon erwähnten Highlights erheblich mehr Outback-Charakter besitzt. Neben einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt bietet er jede Menge faszinierende Schluchten und Felswände sowie etliche Quellen und Wasserlöcher.

Atemberaubendes Naturschauspiel


Der Fels des spektakulären Kings Canyon – von den Australiern gerne als Australischer Grand Canyon bezeichnet – besteht aus rotem, gelben und weißem Sandstein, dessen Färbung auf verschiedene
Eisenoxide zurückzuführen ist. Die Wände der Schlucht sind teilweise über 300 Meter hoch und zeichnen sich durch interessante Strukturen unterschiedlicher Farben und Zeichnungen aus.

Es gibt mehrere offizielle Wanderwege im Kings Canyon. Zum einen wäre da die knapp sieben Kilometer lange Hauptroute Rim Walk, die um den Canyon herumführt. Sie beginnt mit einem Teilstück, dass die Einheimischen aufgrund der steilen Passagen auch als Heartattack Hill bezeichnen. Zwar ist der Anstieg durchaus anstrengend, doch der überwältigende Ausblick oben auf dem Canyonrand entlohnt für alle Mühen. So bestaunt man unter anderem die Felsformation Lost City oder den üppig bewachsenen Garden of Eden, der mit einem kleinen, geschützten Wasserloch zum Baden einlädt. Des Weiteren gibt es zahlreiche seltene subtropische Pflanzen zu sehen.

Die zweite Route (Kings Creek Walk) ist wesentlich kürzer und bei weitem nicht so anstrengend. Der rund 1,5 Kilometer lange Weg führt am Boden der Schlucht entlang und am Ende gelangt man zu einer Aussichtsplattform, von der aus man eine wunderbare Sicht auf die glatten Steilwände hat.

Bei einem Besuch im Watarrka-Nationalpark sollte man zudem keinesfalls die Kathleen Springs etwa 20 Kilometer südlich des Kings Canyon verpassen. Die Quellen, die man ebenfalls über eine Wanderroute (Giles Track) erreichen kann, haben für die einheimische Bevölkerung bis heute eine große spirituelle Bedeutung. Außerdem gab das nicht versiegende Wasserloch ständig Anlass für etliche Auseinandersetzungen zwischen den Rinderfarmern und den Ureinwohnern.






© Text: benio.de / TK

Hier Kommentare abgeben/lesen



Name/Nickname (wird angezeigt)

E-Mail (wird nicht angezeigt)

Webseite (wird angezeigt, optional)




Dein Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)





Noch kein Kommentar abgegeben!
 
 
Partner von 4trips
Passende Artikel