Tierpark Hagenbeck

Welche Attraktionen bietet der Tierpark Hagenbeck?


© Olifant
Elefanten-Freilaufhalle im Tierpark Hagenbeck
Den Namen Hagenbeck hat wohl jeder Hamburgtourist oder interessierte Zoobesucher schon einmal gehört. Nicht umsonst zählen der bekannte Tierpark und sein Tropen-Aquarium mitten in der Hanseatischen Metropole zu den wichtigsten und meistbesuchten Touristenzielen Deutschlands. Dass aber die damals revolutionäre moderne Tierhaltung die der 1907 gegründete Tierpark gleich zu Beginn umsetzte, noch heute Stand der Dinge ist, stellt eine echte Besonderheit dar. Während es damals üblich war, Tiere in Käfigen zu halten, ist hier bereits die Tierhaltung in gitterlosen Freigehegen realisiert worden. Ob der Fischgroßhändler Gottfried Hagenbeck im Jahre 1848 ahnte, welche Früchte seine Ideen einmal tragen würden, als er auf die Idee kam einige Seehunde vorzuführen? Tatsache ist jedenfalls, dass sein Sohn Carl bereits 1866 das damals größte Tiergeschäft der Welt betrieb.

Moderne mit Tradition


„Hagenbecks Thierpark“ konnte beinahe schon als Vorläufer des heutigen Tierparks angesehen werden –
jedoch lag der Schwerpunkt der Tätigkeit tatsächlich noch auf dem Handel mit oftmals exotischen Tieren aus der ganzen Welt. Kuriose Besonderheiten der damaligen Zeit waren so genannte Völkerschauen. Dabei wurden Menschen afrikanischer oder amerikanischer Herkunft dem Publikum vorgeführt und als Attraktion verkauft. Auch ein Zirkus gehörte zeitweise zum Repertoire der Familie Hagenbeck. Nach der Gründung des heutigen Tierparks mit seinen aufwändig gestalteten Gehegen und dem erweiterten Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg konzentrierten sich die Hagenbecks jedoch auf dessen Führung. Zurzeit werden der Park und das 2007 eröffnete Tropen-Aquarium von den beiden Direktoren Joachim Weinlig-Hagenbeck und Dr. Stephan Hering-Hagenbeck in sechster Generation geleitet.

Rund 25 Hektar umfassen Parkanlage, Gehege und Wege aktuell. Auf einem Wegenetz von rund sechs Kilometern Länge, vorbei an Bäumen und Pflanzen aus aller Welt, gehen die Besucher auf Entdeckungsreise durch Flora und Fauna. Über 1.850 Tiere sind im Tierpark zu entdecken. Wer die Giraffen zu seinen Lieblingstieren zählt, der ist sicher ganz begeistert von der Möglichkeit, die langhalsigen Tiere von einem Hochstand aus zu füttern. Andere, wie die Sibirischen Tiger, trennen nur Wassergräben und ähnliche natürliche Grenzen von den Besuchern. Besonders beliebt: die moderierten Schaufütterungen, beispielsweise bei den Nasenbären, den Stachelschweinen, den Elefanten oder den Kamtschatkabären. Die Tierpfleger stellen ihre Schützlinge vor und beantworten die Fragen der Gäste. Dabei erfahren diese interessante Fakten, die nicht unbedingt im Tierlexikon stehen. Eine große Besucherattraktion sind vor allem die Asiatischen Elefanten mit ihrem niedlichen Nachwuchs in der Elefanten-Freilaufhalle und in den weitläufigen Freigehegen.

Dass ein Tierpark von der Größe Hagenbecks sich heutzutage ohne öffentliche Zuschüsse behauptet und neben den Eintrittsgeldern nur auf Sponsoren zurückgreifen kann, ist eine Seltenheit. Aber gerade deshalb darf der Tierpark nicht langweilig werden – neue Attraktionen sind daher Pflicht. Nach der rund 20 Millionen Euro teuren Errichtung des Tropen-Aquariums sind deshalb bereits die Arbeiten an der neuesten ambitionierten Anlage in vollem Gange: Ab Frühjahr 2012 sollen Eisbären, Walrosse und Pinguine im "Eismeer" eine neue Heimat finden.






© Text: benio.de / PS

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